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Internationaler Friedenspreis Dresden-Preis 2017

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Die Chance, die sonst keiner sah
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Laudatio von Martin Roth
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Dresdner Friedenspreis geht nach Italien
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Neue Kunstinstallation: „Flüchtlingsgräber“

FAZ, 13.2.2017
Das italienische Dorf Riace war fast ausgestorben, als ein Boot mit 300 Flüchtlingen strandete. Der spätere Bürgermeister hatte eine Idee. Jetzt hat Domenico Lucano den „Dresden-Preis“ erhalten.

Domenico Lucano, wie wollen wir ihn beschreiben? 58 Jahre alt, von Beruf Chemielehrer; oder  Domenico Lucano, im April 2016 vom US Magazin Fortune zu einem der “50 Leaders of the World“ gekürt; oder Domenico -Mimmo- Lucano, Bürgermeister der Gemeinde Riace seit 16 Jahren, Begründer der Citta Futura, der Zukunftsstadt.

Deutsche Presseagentur (dpa), 12.2.2017
Es ist eine denkwürdige Preisverleihung. Nicht nur den Geehrten stehen Tränen in den Augen. Für ihr humanitäres Handeln werden in Dresden drei Italiener geehrt. Und draußen zeigen viele Mitgefühl.
Standing Ovations für drei Menschen aus dem Volk.

MDR, 10.02.2017
Moderne Kunst hat es in Dresden schwer – Anfang der Woche kam es bei der Eröffnung einer Installation, die an die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien erinnert, zu Tumulten. Auch eine weitere Ausstellung polarisiert.

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Heidrun Hannusch zur Ausstellung „Lampedusa 361“
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Rede Gerhart Baum  in der Semperoper Dresden
Domenico Lucano
Preisträger
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Sonderpreis

„Aspekte“, ZDF, 10.02.2017
Die Vorsitzende von ‚Friends of Dresden über „Lampedusa 361“. Am 10.2. werden 90 übergroße Fotos von Flüchtlingsgräbern auf Lampedusa und an anderen Orten in Italien vor der Semper-Oper ausgelegt, so dass eine Art Gräberfeld der auf der Überfahrt nach Europa Ertrunkenen entsteht.

Noch nie betraf unser Preis eine so akute brennende  humanitäre  und politische Situation wie in diesem Jahr. Während wir uns hier friedlich versammelt haben, befinden sich Hunderte von Menschen, Männer, Frauen, Kinder in Schlauchbooten auf dem Mittelmeer – verzweifelt, das Äußerste wagend. Mehr als 18.000 kamen 2016 über das Meer, mehr als 5.000 von ihnen starben.

An einem frühen Julimorgen im Jahr 1998 landete ein Segelschiff mit 250 kurdischen Flüchtlingen am Strand des kleinen kalabrischen Dorf Riace. Der damalige Chemielehrer Domenico Lucano war einer von jenen, die sich sofort um die erschöpften Menschen kümmerten. Und er hatte eine Idee: Warum sich nicht gegenseitig retten?

Als am 3.10. 2013 vor Lampedusa 368 Flüchtlinge ertranken, wandte sich das Ehepaar Gelardi an die Behörden in Agrigent. Sie fragten an, ob sie einen Flüchtling aufnehmen könnten, einen toten, in ihr Familiengrab. Die 17jährige Kiflay Megahta aus Eritrea ist nun in der Grabstätte der italienischen Familien bestattet. Das Ehepaar Gelardi erhält für ihre menschliche Geste einen Sonderpreis zum Dresden-Preis.